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Eure Meinung zum DP 500

Malte
Aktives Mitglied 3
Hallo,

ich habe zu Hause zwar eine Tischbohrmaschine, komme aber immer mal wieder in die Verlegenheit senkrechte Löcher bohren zu wollen, die mehr als ca. 15 cm vom Rand des Wekstücks entfernt sind.

Für ein aktuelles Projekt möchte ich mir deshalb einen Bohrständers zulegen und habe mal etwas über den DP 500 recherchiert. Soweit ich weiß, ist das ja momentan der einzige Bohrständer von Bosch für 43 mm Eurohals. Überraschenderweise sind die Meinungen über den DP 500 recht weit gefächert. Aus dem Test der Zeitschrift SELBST ging er 2008 als Testsieger hervor, die Konkurrenz kam aber auch nicht unbedingt aus der Profi-Ecke. Ohne das jetzt als vorzeitige Wertung zu meinen: unter den Blinden kann auch der Einäugige König werden...
Bei den Erfahrungsberichten des großen Bücherversandhauses sieht dann auch schon sehr durchwachsen aus. Dort wird unter anderem Schwergängigkeit und schlechte Verarbeitung bemängelt.

Meine Frage ist daher: könnt ihr den DP 500 empfehlen, insbesondere was Präzision angeht?

Eine Alternative wäre der Proxxon BFB2000. Falls jemand beide kennt, wäre ein Vergleich auch interessant.

Grüße
Malte

P.S.: den Thread mit der Bohrfutterproblematik und den Empfehlungen in Richtung Protool und Wolfcraft habe ich schon gelesen 😉
17 ANTWORTEN 17

meisterbenno
Spezialist 2
qmalte,
zum dp 500 kann ich nix sagen.
zum bfb 200 sehr wohl. habe diesen in verbindung mit dem fräsmotor und einem kreuztisch ...

sehr präzise, sehr durchdacht, sehr leichtgängig.

aber eben nicht blau ....  😉

bin trotzdem zufrieden damit

überzeugte grüße vom meister


Bosch . Denn für billiges Werkzeug bin ich zu arm ... !

Stefan_Frisch
Power User 4
Hallo Malte,
ich selber nutze den DP 500 leider auch nicht. Allerdings haben einige Kunden den Bohrständer im Einsatz und von denen gab es bislang keine negativen Rückmeldungen. Also ist davon auszugehen, dass der Bohrständer ohne Probleme läuft.

Gruß
Stefan

Gelöschter Benutzer
Ehemaliges Mitglied
Puh Malte,
jetzt wirds kniffliug.
Der DP 500 ist ein guter Bohrständer zu einem "guten" Preis.
Für mich der "Heimwerkereinsteigerbohrständer".
Von dem angesprochenen Test jedoch halte ich nicht viel, weil der DPD tatsächlich mit ein paar Gurken verglichen wurde.
Zunächst scheint deine Anforderung mit über 150 mm Tiefenmaß erfüllt, aber ganz knapp (165 mm).
Dafür kannst am angesprochenen Konkurenzprodukt nur 140 mm tief.
Es gibt auch Bohrständer mit radialem Verfahrweg der Maschine.
Bauerntrick:
beide Ständer kann man in sich drehen, aufs Material stellen und theoretisch unendlich tief verfahren.
Der BFB 2000 glänzt mit technischen Feinheiten, z. B. Neigbarkeit der eingespannten Maschine und umfangreichem Zubehör.
Beide Ständer sind an und für sich gut für ihren Zweck.
Stell dir die Frage, welchen Zweck der Ständer warum bei dir erfüllen soll,
um dann dein Budget daran zu messen :-).
Auch eine Zubehörkompatibilität/-angebot wäre evtl. für mich wichtig.
Daher:
schau dir auch mal die Bohrständer von Duss, Wabeco oder aber einen gebrauchten (leider nicht mehr lieferbar) Bosch S 7 an.
Mache dir eine tabellarische Gegenüberstellung der Ständer, ihrer Stärken und Schwächen, bzw. besonderer Features der ausgewählten Probanten.
Hake entsprechend deiner Wertung ab, zähle deine Kreuzerlein und kaufe dann.
Fürs Phrasenschwein:
gerade beim Bohrständer ist schnell der exakt minimal falsche gekauft.
Auf das Thema "Genauigkeit eines Bohrständers" will ich nicht eingehen, da diese Diskussionen vmtl. bekannt sind.
Good luck
Uwe

Malte
Aktives Mitglied 3
Danke für die ausführlichen Einschätzungen! Was mich beim Vergleich der beiden Bohrständer etwas wundert, ist der doch recht hohe Preis des DP 500. Der Proxxon hat deutlich mehr Einstellmöglichkeiten, scheint dabei trotzdem präzise zu sein und kostet (zumindest online) weniger!?

Ich habe in der Zwischenzeit noch etwas weitergesucht. Da ich wie eingangs erwähnt über eine Tischbohrmaschine verfüge und den Bohrständer nur für Bohrungen "in Werkstückmitte" brauche, würde mir auch etwas wie der famag 1405 reichen. Die sind allerdings trotz simpelster Technik noch mal ne Ecke teurer.

@Uwe: Das mit dem Drehen der Säule ist mit bekannt und war auch so geplant. Die 15 cm der Tischbohrmaschine waren auch nur geschätzt.

Den S7 gibt es noch mehrfach in der Bucht. Wenn andere jetzt nicht schon schneller waren 😉


Gelöschter Benutzer
Ehemaliges Mitglied
"...was mich beim Preis des DP 500 etwas wundert"
daher auch meine " beim "guten" Preis :-).

Der S7 wurde eher zur Ehrenrettung des Herstellers mit in die Vorschläge aufgenommen, da er meines Erachtens qualitativ besser war, als der DP 500 und somit auch etwas besser in die Reihe der üblichen Verdächtigen passt.
Der Verweiß auf die Bucht wurde absichtlich vermieden ;-).

Der genannte Famag 1504 ist ein mobiler Bohrständer, überwiegend für Zimmereianwendungen konzipiert, spielt in der gleichen Liga wie die Modelle von Mafell und Protool, hat aber nichts mit einem Tischbohrständer wie DP 500 zu tun

mibu3000
Spezialist 2
 Hallo Malte,

hatte mal vor rund 15 Jahren einen ähnlichen Bohrständer im Einsatz, weis aber nicht mehr ob der von Bosch war....
Jedoch hab ich mich dann viele Jahre ohne durchgeschlagen und dann vor 2-3 Jahren eine Heimwerker-Tischsäulenbohrmaschine zugelegt... Hast Du Dir in die Richtung auch schon Gedanken gemacht ? liegt preislich nicht viel drüber... Wie oft kommst Du in die Verlegenheit "senkrecht zu Bohren" ?
Wenn das jedoch oft ist, wirst Du mit in Richtung Industrie fallen, was preislich ne ganz andere Liga ist...

Grüße,
mibu3000

heikob
Spezialist
 Moin,
ich hab den S7, der reicht für Dinge die nicht hoch präzise werden müssen.  Der genannte Duss ist top allerdings braucht die verwendete Bohrmaschine einen vernünftigen 43mm Hals, mit der
GSB21-2 funktioniert der nicht,  da die Aufnahme sehr massiv ist und sich dem konischen Hals der genannten Bosch nicgt anpasst! Höchste Unfallfahr!
Ansonsten bist du dann aber auch bei Kosten wo ich, wie Mibu3000 schon schrieb,  ne Säulenbohrmaschine kaufen würde. 
 
Gruß Heiko

Malte
Aktives Mitglied 3
Also der Sinn einer (zweiten) Tischsäulenbohrmaschine erschließt sich mir für randferne Bohrungen jetzt nicht. Entweder habe ich da etwas grundlegend nicht verstanden, oder die beiden letzten Autoren haben oben etwas überlesen. Selbst wenn man bei der Tischsäulenbohrmaschine den Kopf nach hinten drehen kann, was sich nicht ausschließen möchte, wäre für randferne Bohrungen weiterhin die Säule im Weg. Im Gegensatz zum Bohrständer bewegt sich der Kopf einer Säulenbohrmaschine ja nicht an der Säule hoch und runter.

Je länger ich drüber nachdenke desto mehr erscheint mir ein Zimmerei-Bohrständer als idealste Ergänzung zur Säulenbohrmaschine. Ich werde also anscheinend noch einen Hunni drauflegen müssen und ich anschließend ausgiebig freuen. Leider sind die Dinger kaum gebraucht zu bekommen, was in meinen Augen aber auch ein Qualitätsmerkmal darstellt.

Für alle die sich jetzt ärgern, dass das Thema hier diskutiert wurde und es am Ende doch kein blauer wird möchte ich ergänzen, dass ich gerne (und meiner Frau nach viel zu häufig) blaue Geräte kaufe. Ich bin aber auch der Meinung, dass man sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren sollte und nehme es Bosch deshalb nicht übel, wenn es nicht alles in blau gibt. Was dabei raus kommt, wenn man immer nach Vollsortimentern schreit, sieht man z. B. am Sägeblatt für die neue GKS 10,8. Jedem seine Nische. Vom Fachhändler erwartet man ja auch keine Markenauswahl wie bei Real oder Edeka.

In dem Sinne vielen Dank für die Anregungen!
Malte

heikob
Spezialist
Sorry Malte, habs überlesen!

Gruß Heiko

Gelöschter Benutzer
Ehemaliges Mitglied
Weise gesprochen und gut entschieden!
Ich empfehle den Protool aus eigener Erfahrung.
Der Mafell ist mir pers. zu komplex; auch beim Preis :-).
Bei den unterschiedlichen Nutzlängen und der Wahl zwischen einer vorhandenen Winkeleinstellung oder nicht, kannst evtl noch was sparen.

Erwähnen möchte ich noch eine Bauart/Ausführung wie beim sog. "Tecmobil?" von Wolfkraft? (jeder Baumarkt).
Geeignet für nicht allzu anspruchsvolle Nutzer!
Zunächst ein rechtes Glump, aber für zwei drei mal im Jahr fünf bis acht Löcher, rund ca. 20,- Euronen u. U. für den Heimwerker doch leidlich brauchbar.

Mahlzeit und Gruß
Uwe

mibu3000
Spezialist 2
Hmm OK - mein Fehler !
Hatte das mit dem "randnah" nicht richtig aufgenommen....
(dachte erst die Werkstückhöhe ist das Problem, die ja bei einer Säulenbohrmaschine durch den verstellbaren Tisch angepasst werden kann...)

Aber nach mehrmaligem lesen glaub durchschaut, das der Bohrständer anders als von mir bekannt verwendet werden soll...

Gelöschter Benutzer
Ehemaliges Mitglied
Hallo Forum,
nachdem Maltes Anfrage hier von euch gut beantwortet wurde, möchte ich noch eine kleine Anmerkung zum DP 500 machen.
Ich arbeite auch seit einiger Zeit damit- ich hatte ihn zum mobilen Metallbohren für die GBM 16-2 RE gekauft.
Nachdem Carsten mir ein Schnellspannfutter (bis 13mm Schaftaufnahme ) für die GBM 16 geschickt hatte, passte die Maschine auch in die Aufnahme des Ständers.
Allerdings ist die Aufnahme nur sehr eng  zu öffnen- das ist umständlich beim häufigen Wechsel der Maschine.
Ich würde mir eine andere Aufnahme , die weiter geöffnet werden kann, wünschen.
Die Kontermutter der Aufnahme fällt beim zu weiten Öffnen der Feststellschraube nach unten raus- das ist, wenn man nicht daran denkt, etwas nervig.
Vielleicht kann Bosch hier einige Verbesserungen vornehmen.
Gruss, Dietmar Hirsch

Gelöschter Benutzer
Ehemaliges Mitglied
Hallo Dietmar,
gleiches Problem bei einem Konkurenzprodukt teilweise durch längere Knebelschraube und selbstsichernde Mutter behoben.
Zwar öffnet das Ding jetzt auch nicht weiter, aber man erspart sich das "Bodengekrabbel"
und nevige Suchen der Mutter in den Hobelspänen :-).
Viellleicht hilfts.

Gruß
Uwe

Gelöschter Benutzer
Ehemaliges Mitglied
Hey Uwe,
am DP 500 ist der Raum für die Mutter eng begrenzt umrahmt.
Eine andere Mutter mit anderem Maß passt da nicht.
Ich habe sie mittlerweile mit Heisskleber in ihrem Platz fixiert- ist zwar nicht "Profi-like",
hält aber bislang. Zumindest erspare ich mir das " Bodengekrabbel".
Aber tut gut zu lesen dass andere auch manchmal krabbeln.....
Gruss, Dietmar Hirsch


Gelöschter Benutzer
Ehemaliges Mitglied
Ok,
nächste Idee:
längere Schraube,
vorne über Kreuz mit GRO, Dremel, Handsäge schlitzen,
mit "Kreuzmeisel" leicht spreizen/weiten.
oder wie wärs damit:
längere Schraube,
Querbohrung,
Sicherungssplint?
oder:
längere Schraube,
Stück Schrumpfschlauch aufgeschlumpft?
🙂

Gelöschter Benutzer
Ehemaliges Mitglied
Hey Uwe,
ok-ok- es gibt bestimmt viele Möglichkeiten das Teil fest zu kriegen- aber wenn die Schraube in der Mutter sitzt, kommst du an das Ende  nicht mehr drann, um eine deiner Ideen umzusetzen.
Aber trotzdem vielen Dank für deinen Einsatz hier, fühle mich  bestens betreut!
Gruss und frohes Schaffen, Dietmar Hirsch

haifisch18
Power User 4
Den Dominik Leeb aus Gramatl mit seinen Spamlinks sollte mal jemand entfernen.
Wer die Maschine kaufen möchte, bitte nicht über seine "Test"Seite mit der er nur Provision von Amazon abgreifen. Gönnt ihm die paar Cents nicht! Er hat nur technische Daten und ein paar allgemeine Sätze zusammenkopiert und behauptet dann, die Maschinen getestet zu haben. Das ist im Regelfall von den Betreibern dieser Seite eine glatte Lüge und gehört zum Geschäftsmodell.
Wer über Amazon kauft, sollte sich das Smile Programm ansehen. Damit kann er gemeinnützige Vereine bei sich selbst vor Ort unterstützen in dem er den normalen Preis bezahlt und die Vereine die Provision bekommen.
Maria, Maria, i like it laut!